Bileam sprach: Wenn mir Balak sein Haus voll Silber und Gold gäbe, so könnte ich doch nicht übertreten das Wort des HERRN.
4.Mose 22,18
Wir sind ja nicht wie die vielen, die mit dem Wort Gottes Geschäfte machen; sondern wie man aus Lauterkeit und aus Gott redet, so reden wir vor Gott in Christus.
2.Korinther 2,17

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Ihre Pfarrerin Martina Buck

Sa, 30.5. - Di, 30.6.
Oberschleißheim Trinitatiskirche Oberschleißheim
So, 31.5. 10:15 Uhr
Pfarrerin Martina Buck
Oberschleißheim Trinitatiskirche Oberschleißheim
Mo, 1.6. 10 Uhr
Vikarin Eszter Huszar-Kalit
Oberschleißheim Trinitatiskirche Oberschleißheim
So, 7.6. 10:15 Uhr
Lektorin Alrun Schliemann
Oberschleißheim Trinitatiskirche Oberschleißheim
Mo, 8.6. 19:30-21 Uhr
Martina Wester
Oberschleißheim Trinitatiskirche Oberschleißheim

Aktuelle Nachrichten aus der Kirchengemeinde:

Taufbrunnen am Schwanberg
Bildrechte: Eszter Huszar-Kalit

Wenn die Gefahr für das Leben so groß wird, dass wir auf die meisten Beschäftigungen unseres Lebens verzichten müssen, dann bleibt nur die Familie, manchmal die ganz engen Freunde und Nachbarn. Wir sind auf einander angewiesen. In manchen Fällen wurde den Familien allzu große Last aufgebürdet.

Aber Schritt für Schritt zeigt sich, dass der Bund der Familie trotz aller Empfindlichkeit eine unzerbrechliche Stärke hat. Er ist ein Bund. Er wird oft umgeschrieben, neugeschrieben, aber er hält uns zusammen. Dieser Bund gibt seinen Mitgliedern Stärke und Sicherheit.

So einen Bund hat Gott mit der Menschheit geschlossen. Es war schon am Anfang der Corona-Zeit schön zu bemerken, wie auf immer mehr Fenstern bunt gemalte Regenbögen erschienen. „Alles wird gut.“ Nach vielen tausend Jahren erklingt der bunten Trost Gottes, der damals für Noah und die Natur gesprochen wurde, immer noch. Wir brauchen immer wieder die Versicherung, dass es Gott mit uns gut meint und uns nicht verlassen hat.

Mitten in dieser krisenhaften, die Seele belastenden Zeit, kam als weiterer Zuspruch die Flamme der Osterkerze. Keiner konnte sich an ein Ostern ohne Gottesdienste erinnern. Und inmitten der Dunkelheit brannten die Osterkerzen bei vielen zu Haus. Der Bund, den Gott mit uns geschlossen hat, steht fest. Er lässt uns immer wieder spüren, dass er uns trotz Verlusten und Sorgen nicht vergessen hat.

Der Bund, die persönliche und sichtbare Beziehung zu Gott, beginnt mit der Taufe. Durch die Taufe beginnt das neue Leben, die neue familiäre Beziehung zu Gott. Oft verliert die Taufe ihre entscheidende Bedeutung für uns, aber Gott steht weiterhin hinter seiner Verheißung.

In der Kirche auf dem Schwanberg erinnert dieses sprudelnde Wasser an den Anfang. Die Taufe ist nach Luther ein lebenslanges Zeichen dafür, dass wir gerettet sind. Jetzt sind wir kurz davon, dass wir ein weiteres Zeichen des Bundes bekommen. In sieben Tagen ist Pfingsten, die Überströmung des Heiligen Geistes. Diese göttliche Kraft ist uns nicht entzogen.

Gott kommt in einer geheimnisvollen Weise und setzt sich in unseren Herzen. Ich bemerke dann jeden Tag, dass ich mitten in der Unsicherheit kleine Wunder erlebe. Mitten in der Traurigkeit tröstet mich die Natur mit ihrer tiefen Überlebenskraft. Jeden Tag darf ich trotz aller Einschränkungen gutes tun.

Der Bund Gottes hält mich, gibt mir Sicherheit und Stärke.

Ihre Vikarin Eszter Huszar-Kalit

Regenbogen
Bildrechte: Martina Buck

Dein Reich komme, so beten wir im Vaterunser.

Auf uns ist ja schon eine Menge zugekommen in den letzten Wochen, am Anfang war alles noch in China und weit weg, dann kam Corona immer näher, vielleicht sogar hinein in den eigenen Familien- oder Freundeskreis.

Wieviele Schlagzeilen alleine mit dem Stichwort „kommen“ verbunden sind oder waren! Kommt die 2. Krankheitswelle? Kommt die Maskenpflicht? Die Ausgangssperre...

Es kam ein Klopapierengpass, was war das für ein Drama, wir schmunzeln, wenn wir zurückdenken. Aber die Hamsterkäufe waren ja Ausdruck einer ganz großen Unsicherheit: was kommt da auf uns zu?

Und dann kamen die ganzen Verschwörungstheorien, die Untergangsszenarien. Bei allem, was schon gekommen ist oder noch kommen kann, da wird es einem schon Angst und Bange…

Und Jesus betet: Dein Reich komme! Er will uns sagen: Verliert nie das eigentliche Ziel aus den Augen! Gottes Reich wird kommen, und das soll euch nicht Angst und Bange machen, im Gegenteil!

Seit Jesu Bergpredigt beten Christen das Vaterunser. Wir Christen warten darauf, beten darum, wissen, dass Gottes Reich kommt. Wir beten damit um Erlösung und Gerechtigkeit für alle, um das Leben, geschenkt von Gott, der die Quelle des Lebens ist. Wir rufen das Heil zu uns, und nicht das Unheil, wie so viele, die derzeit auf die Straße gehen.

Das Leben kann freilich manchmal grausam sein und so dunkel, dass Menschen den Blick auf das Reich Gottes verlieren und kaum mehr beten können: Dein Reich komme. Wir müssen es dann für sie mitbeten. Es gibt aber auch Menschen, die wir bewundern, weil sie selbst in der größten Krise leben können und andere neben sich sehen können. Oft sind es Menschen, die um dieses Ewige, um das Reich Gottes wissen. Es sind Menschen, die wissen: alles wird gut – egal wie es ausgeht… weil Gottes Reich kommt. Amen
 
Bleiben Sie behütet und gesund, 
Ihre Pfarrerin Martina Buck

 

Kirche
Bildrechte: Martina Buck

Beim Blick in die Natur fällt es uns leicht, das Neue wahrzunehmen, das wächst und aufblüht, da fällt es uns auch leicht, den Schöpfer dafür zu loben: Es grünt und blüht in aller Pracht, der Regen tut sein Übriges. Aber wir Menschen lechzen immer mehr nach Freiheit von all den Einschränkungen und wir sehnen uns nach Gemeinschaft, dass wir uns einfach wieder in den Arm nehmen können, wenn wir uns sehen. Neu und wunderbar fühlt es sich nicht an und zum Jubeln ist uns nicht wirklich zumute.

Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur, so schreibt Paulus. Aber was meint er damit, wie sind wir in Christus und was ist dann das Neue?

Das Evangelium liefert uns einen Hinweis: ein Wort, das darin ganz oft, nämlich siebenmal, vorkommt, ist das Wort „bleiben“. 

Bleib in mir - Jesus sagt damit: Du Mensch kannst mit all deinen Sorgen und Ängsten zu mir kommen, dich bei mir ausruhen. Du wirst Trost und den Halt finden, nach dem sich dein Herz sehnt. Für dich und dein Leben habe ich Verständnis und biete dir meine Hilfe an.

Jesus sagt damit auch: Egal, wie weit du dich von mir, der Quelle des Lebens, entfernt hast, die Tür zum Wiederkommen, zur Heimkehr und zum Bleiben bei mir steht dir ganz offen. 

Seit Karfreitag und Ostern ist zudem deutlich geworden: Das Bleiben umfasst alle Facetten des Lebens, die Freude wie das Leid, den Jubel wie den Klageruf.
Es geht also nicht nur ums Zuhausebleiben in dem Sinne, dass wir nicht verreisen können und nur für nötige Wege das Haus verlassen dürfen. Es geht darum, die innere Heimat nicht zu verlieren. Das Bleiben wendet sich so ins Positive: Ich bleibe bei dem, der mich liebt. Das gilt für beide Seiten, für Christus und für mich. 

Diese Verbundenheit macht mich neu, immer wieder! Wenn ich dran denke, oder wenn ich mich darüber freuen, singen und jubeln kann, wenn ich Kraft aus dieser Verbindung ziehen kann, wenn ich dann auch Neues schaffen kann zum Wohl der anderen. 

Bleiben Sie behütet und gesund, 

Ihre Pfarrerin Martina Buck

In diesem PDF finden Sie auch noch die Lesung und ein Gebet.

Audiobotschaft von Pfarrerin Martina Buck und Pfarrer Ulrich Kampe

So ist unsere neues Videobotschaft überschrieben. Sie richtet sich vor allem an unsere Konfirmandinnen und Konfirmanden, deren Konfirmation wir leider verschieben mussten. Wir können uns auch nicht zum Konfikurs treffen, bleiben aber über Videokonferenzen mit ihnen in Kontakt, auch unsere Konfileiter begleiten die Konfis, so haben sie sich schon zu einem Osterspaziergang am Handy verabredet.

Wir beschäftigen uns im Kurs derzeit mit dem Thema Taufe. Darum geht es auch im Video, es soll die Konfirmanden, aber auch uns alle daran erinnern, dass das Ja der Taufe gilt. Schaut einfach mal rein!

 

Hirte
Bildrechte: Adobe Stock

Das Bild von den Schafen mit dem Hirten ist eines, das ganz unterschiedliche, manchmal auch widersprüchliche Reaktionen hervorruft: 
Manche rufen empört: „Ich bin doch kein Schaf!“, und schon gar kein blödes. Doch Forscher an der Universität Cambridge fanden heraus, dass Schafe weitaus klüger sind als gemeinhin geglaubt. Sie können sich hervorragend räumlich orientieren, sich sehr gut an ihre Umgebung erinnern und sogar menschliche Gesichter erkennen und unterscheiden. Ihr Gedächtnis ist außergewöhnlich. Selbst nach Jahren der Trennung erkennen sich befreundete Schafe wieder. Es ist also ein passender Vergleich, den Jesus hier zieht: „Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir.“ Schafe folgen nicht jedem Hirten. Sie können durchaus unterscheiden, wer ihr Hirte ist.

Vielleicht erinnern wir uns auch wehmütig ans Schäferfest in Hochmutting im letzten Jahr, als während des ökumenischen Gottesdienstes ein Lämmchen geboren wurde und wir unbeschwert gemeinsam feiern konnten. Wir spüren unsere Sehnsucht nach „der Herde“, nach den anderen, nach Gemeinschaft. Und auch die Sehnsucht nach Halt, nach Geborgenheit, danach, dass uns jemand beschützt und aus dieser Zeit der Krise führt. Wir stellen freilich fest, dass wir Menschen den Weg aus der Krise nicht kennen, alle menschlichen Wege sind momentan nur für kurze Wegstrecken überschaubar und Entscheidungen bleiben fehlbar. Der Gedanke, dass Gott uns durch diese Krise führt, und sei der Weg auch noch so schwer und finster, hilft, weil wir ihn an unserer Seite wissen.

Und noch ein Stichwort ist derzeit in aller Munde: Die „Herdenimmunität“ ist in der Corona-Krise als Alternative zur Ausgangssperre diskutiert worden. Schule, Kitas, Läden bleiben offen, man lässt die Infektion eines Großteiles der Bevölkerung zu – und nimmt Tote in Kauf. Das Modell der Herdenimmunität geht also davon aus, dass ein Teil der Herde, vor allem die Älteren und Schwächeren, verlorengeht. Das ist nicht das, was Jesus will. Er kümmert sich um jedes Schaf, das verlorengeht und nicht mehr mitkommt. Nur so kann er ein guter Hirte sein, nur so können wir ihm vertrauen und folgen.

Bleiben Sie behütet und gesund, 

Ihre Pfarrerin Martina Buck

In diesem PDF finden Sie auch noch die Lesung und ein Gebet.

Ökumenisches Wort zum Sonntag

Vielleicht haben Sie sich schon über die Audiobotschaften von Pfarrer Uli Kampe und Pfarrerin Martina Buck gewundert, die hier auf der Homepage stehen. Vor allem, weil die an die „Oberschleißheimer in der Parksiedlung“ gerichtet sind! Diese Botschaften sind aber tatsächlich in der Parksiedlung am Sonntagabend um 18 Uhr zu hören, und zwar über große Lautsprecher von Bernd Steinert. Es wird auch immer Musik gespielt, die die Menschen in dieser schweren Zeit erfreuen will. Und so wurden eben auch die beiden Pfarrer gefragt, ob sie nicht auch einige Worte an die Menschen richten möchten. In großer ökumenischer Verbundenheit und auch in Verbindung über die Religionsgrenzen hinweg haben beide Pfarrer die Gelegenheit aufgegriffen, an alle Worte des Trostes und der Hoffnung weiterzugeben.

Hier können Sie unseren neuen Gemeindebrief online lesen!
Die derzeitige Situation erlaubt es uns leider nicht, den Gemeindebrief durch unsere ehrenamtlichen Austräger verteilen zu lassen.
Da wir außerdem nicht wissen, wann wir uns wieder zu Gottesdiensten und Veranstaltungen treffen können, entfallen die Terminhinweise!

Gemeindebrief Frühjahr 2020