Lasst uns gehen, den HERRN anzuflehen und zu suchen den HERRN Zebaoth; wir wollen mit euch gehen.
Sacharja 8,21
Als sie den Lobgesang gesungen hatten, gingen sie hinaus an den Ölberg.
Markus 14,26

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Schön, dass Sie zu uns gefunden haben.

Leider entfallen gerade die Veranstaltungen und Gottesdienste. 

 

Auch in der Corona-Krise wollen wir für Sie da sein.
Informationen finden Sie auf den folgenden Internetseiten. Klicken Sie hier:


Aktuelle Nachrichten aus der Kirchengemeinde:

Der Bäcker von Paris 

An der Jakobstraße in Paris liegt ein Bäckerladen; da kaufen viele hundert Menschen ihr Brot. Der Besitzer ist ein guter Bäcker. Aber nicht nur deshalb kaufen die Leute des Viertels dort gern ihr Brot. Noch mehr zieht sie der alte Bäcker an: der Vater des jungen Bäckers. Meistens ist nämlich der alte Bäcker im Laden und verkauft. Dieser alte Bäcker ist ein spaßiger Kerl. Manche sagen: Er hat einen Tick. Aber nur manche; die meisten sagen: Er ist weise, er ist menschenfreundlich. Einige sagen sogar: Er ist ein Prophet. Aber als ihm das erzählt wurde, knurrte er vor sich hin: „Dummerei ...“

Der alte Bäcker weiß, dass man Brot nicht nur zum Sattessen brauchen kann, und gerade das gefällt den Leuten. Manche erfahren das erst beim Bäcker an der Jakobstraße, zum Beispiel der Omnibusfahrer Gerard, der einmal zufällig in den Brotladen an der Jakobstraße kam. „Sie sehen sehr bedrückt aus“, sagte der alte Bäcker zum Omnibusfahrer. „Ich habe Angst um meine kleine Tochter“, antwortete der Busfahrer Gerard. „Sie ist gestern aus dem Fenster gefallen, vom zweiten Stock.“ „Wie alt?“ fragte der alte Bäcker. „Vier Jahre“, antwortete Gerard. Da nahm der alte Bäcker ein Stück vom Brot, das auf dem Ladentisch lag, brach zwei Bissen ab und gab das eine Stück dem Busfahrer Gerard. „Essen Sie mit mir“, sagte der alte Bäcker zu Gerard, „ich will an Sie und Ihre kleine Tochter denken.“ Der Busfahrer Gerard hatte so etwas noch nie erlebt, aber er verstand sofort, was der alte Bäcker meinte, als er ihm das Brot in die Hand gab. Und sie aßen beide ihr Brotstück und schwiegen und dachten an das Kind im Krankenhaus. 

Zuerst war der Busfahrer Gerard mit dem alten Bäcker allein. Dann kam eine Frau herein. Sie hatte auf dem nahen Markt zwei Tüten Milch geholt und wollte nun eben noch Brot kaufen. Bevor sie ihren Wunsch sagen konnte, gab ihr der alte Bäcker ein kleines Stück Weißbrot in die Hand und sagte: „Kommen Sie, essen Sie mit uns: Die Tochter dieses Herrn liegt schwer verletzt im Krankenhaus, sie ist aus dem Fenster gestürzt. Vier Jahre ist das Kind. Der Vater soll wissen, dass wir ihn nicht allein lassen.“ Und die Frau nahm das Stück Brot und aß mit den beiden. So war das oft in dem Brotladen, in dem der alte Bäcker die Kunden bediente. 

 

Gedanken zum Gründonnerstag

Trinitatiskirche Abendmahl
Bildrechte: Peter Buck

Jesus kommt mit seinen engsten Freunden in Jerusalem zusammen und feiert das Passamahl. Dieses Passamahl erinnert an die Befreiung des Volkes Israel aus der Knechtschaft in Ägypten. Jesus und seine Jünger hören die alten Worte, sie erinnern sich an die Befreiungstat Gottes, sie essen Brot und Bitterkräuter, Lamm und Fruchtmus, sie trinken Wein aus dem Kelch, so, wie es bis heute bei unseren jüdischen Schwestern und Brüdern geschieht.

Und doch feiert Jesu Passa anders: „Das ist mein Leib, das ist mein Blut“, das sind seine Worte, als er das Brot bricht und es den Jüngern reicht, als er den Kelch nimmt und weitergibt. Jesus selbst gibt sich hin, er teilt sich aus, er verteilt sich in der Welt und in uns. Es ist ein Fest der Befreiung geblieben, Jesus befreit von all dem, was uns von Gott trennt, von unserer Schuld. Wenn Christus sich selber verschenkt, Raum in uns gewinnt, dann hat alles Dunkle keinen Platz mehr.

Dieses Fest der Befreiung können wir in diesem Jahr so nicht feiern, der Altar ist nicht gedeckt mit dem Brot des Lebens und dem Kelch des Heils.

Aber wenn wir zuhause essen und trinken, können wir uns an diese Geschichte erinnern und vielleicht auch die Geschichte vom Bäcker in Paris lesen oder erzählen. Und dann dürfen wir ein Brot brechen und uns an die erinnern, die heute leiden, um die wir uns sorgen. Und wir denken dabei auch an Jesus Christus, der sich hingegeben hat für uns.

So gestärkt gehen wir in die kommenden Tage auf das Osterfest zu, so gestärkt kommen wir auch durch die gegenwärtige Zeit der Krise.

Bleiben Sie behütet,
Ihre Pfarrerin Martina Buck

Eine Aktion nicht nur für Familien mit Kindern!

Lass Steine jubeln!

Steine tragen das Potential in sich, zu Botschaftern der Freude zu werden. Das erzählt die Geschichte vom Einzug Jesu in Jerusalem. Als die Jünger über all die Wunder jubeln, die sie miterlebt hatten, wollen einige Pharisäer, dass Jesus seine Jünger zur Vernunft bringt. Jesus aber antwortet: „Wenn sie schweigen, dann werden die Steine schreien!“ (Lukas 19,40)

Genau dieses Zeichen soll zu Ostern 2020 durch die Welt wandern – in Form bunt bemalter Steine.
Das Ziel: Menschen einen Hoffnungsschimmer zu geben, einen kleinen bunten, den sie mit nach Hause tragen – oder eben für einen neuen Finder oder eine neue Finderin erneut auslegen können. 

Ostersteine
Bildrechte: Kirchengemeinde Oberstdorf

Das Projekt wurde in der Nordkirche von der Aktion "Kirche im Dialog" in Kooperation mit der KG Segeberg gestartet und hat sich inzwischen deutschlandweit zu einer österlichen Hoffnungsbewegung verbreitet.
Und so geht´s:

  • Besorge dir einen (glatten) Stein. Oder gleich viele Steine.
  • Wähle ein Motiv. Was ist für dich stärker als der Tod?  Was bedeutet Ostern für dich? Welches Wort, welches Bild steht für Ostern?
  • Verziere den Stein auf einer Seite mit deinem Motiv, z.B. mit Acrylfarbe, wasserfesten Eddings oder Nagellack. Filzstifte funktionieren notfalls auch.
  • Beschrifte den Stein auf der anderen Seite mit „suchen, finden, behalten oder weitergeben“
  • Wenn du kannst, versiegle den Stein mit Acryllack, Klarlack oder farblosem Nagellack.
  • Lege den Stein irgendwo draußen aus, wo jemand ihn finden kann und sich daran freut.
  • Bitte beachte unbedingt die geltenden Ausgangsbeschränkungen. 

Mach mit! Bring den Stein ins Rollen! Lass Steine jubeln!

So vieles ist in diesen Tagen eingeschränkt oder gar verboten. Es tut unserer Seele gut, wenn wir aber auch auf das schauen, was erlaubt ist, woran wir Freude haben. Dazu gehören auch gute Worte, Gebete, Gedanken. 
Erlaubt ist aber auch, seine Angst, die Sorge, die Wut los zu werden.
Hier, unter der Überschrift "Erlaubt!" hat all das Platz!
Schicken Sie uns per Mail Ihre Gedanken, Wünsche, Gebete, dann kommt es auf diese Seite. Schreiben Sie am besten was Eigenes, bei Gedanken von anderen müssen wir aufs Urheberrecht schauen, kann sein, dass wir dann etwas nicht veröffentlichen dürfen.
Außer der Autor ist schon über 70 Jahre tot, das können wir dann auf die Homepage stellen, Goethe, Luther und co sind also erlaubt!
Sie können auch gerne die tägliche Losung kommentieren mit Ihren eigenen Gedanken oder die Lesungen der Sonntage.
Bitte senden Sie Ihre Gedanken an die Mailadresse: pfarramt.oberschleissheim@elkb.de
Schreiben Sie doch bitte dazu, ob wir Ihre Gedanken anonym veröffentlichen sollen, mit der Nennung des Vornamens oder mit Vor- und Nachname.
Wir sind gespannt, welche Gedanken und Worte Sie uns schicken!


Elfchen zu Erlaubt

Erlaubt
Briefe schreiben
Damit Freude bereiten
Sich selbst daran erfreuen
Erlaubt.

Susanne Brösamle

Jesus zieht in Jerusalem ein, die Menschen jubeln ihm zu, so war es damals, heuer wäre der Einzug abgesagt, zuviele Menschen, zuviel Kontakt! Und auch die Salbung in Bethanien wäre nicht möglich, das Unterkommen und Essen bei Freunden, eine fremde Frau, die Jesus berührt und salbt. Wir lesen heuer diese Geschichten unter dem Vorzeichen der Corona-Krise.

Diese Geschichten zeigen uns aber auch, wie sehr Jesus einer von uns war, auf Begegnung, ja auf Körperkontakt angewiesen war. Selbst die Jünger damals murrten, freilich aus anderen Gründen. Das Geld, das die Frau für das Nardenöl ausgegeben hat, hätte vielen Armen geholfen. Jesus aber lässt dieses Berührtsein zu. Er braucht diese Nähe im Angesicht des Todes, der Duft dieses Öles wird ihn durch die kommenden Tage tragen, der erdige, warme und tiefe Duft des Nardenöls, das bis heute das Herz beruhigt, das übermäßige Grübeln verringert und so zu innerem Frieden verhelfen kann.

Salböl
Bildrechte: Peter Buck

Aber auch die Frau braucht diese verschwenderische Liebe, diese Liebe im Überfluss im wahrsten Sinne. Jesus war der unbekannten Frau so wertvoll, so lieb und teuer, dass sie alle Etikette außer acht ließ und die Mahlgemeinschaft gesprengt hat, um ihr kostbares Öl über sein Haupt zu gießen.

Sie tat ihm gut. Und dann sagt Jesus noch etwas: Wo das Evangelium gepredigt wird in der ganzen Welt, da wird man auch das sagen zu ihrem Gedächtnis, was sie getan hat.

Das, was die Frau getan hat, ist also wichtig für das Verständnis des Evangeliums, es ist auch wichtig für unseren Glauben! Denn verschwenderische Liebe gehört zum Evangelium dazu. Es verdankt sich ja selbst einer verschwenderischen Liebe, der Liebe Gottes. Gott berechnet seine Liebe nicht, um sie dann wohldosiert auszuteilen. Gott liebt, ohne abzuwägen, bei wem sich seine Liebe lohnen würde und wo sie vielleicht vergebliche Liebesmühe wäre.

So von Gottes grenzenloser Liebe getragen gehen wir in und durch diese Karwoche, wir können uns fragen, wie unsere überfließende Liebe zu Gott, zu Jesus Christus aussieht, und wie wir den Menschen gerade jetzt, wo unsere Kontaktmöglichkeiten so eingeschränkt sind, liebevoll begegnen können.

Bleiben Sie behütet und gesund, Ihre Martina Buck

In diesem PDF finden Sie auch noch die Lesung und ein Gebet.

Audiobotschaft von Pfarrerin Martin Buck und Pfarrer Ulrich Kampe zum Palmsonntag:

Hilfspaket Inhalt
Bildrechte: Martina Buck

Bestimmt haben sie schon von der Aktion „Hilfspaket. Von Oberschleißheim für Oberschleißheim“ gehört. 

Am gestrigen Samstag wurden die ersten 62 Pakete in Oberschleißheim ausgefahren. Auf dem Foto sehen Sie, was wir in die 2 Tüten gepackt haben!

Auf dem beigelegten Zettel stehen übrigens auch die Telefonnummern unserer Pfarrbüros, von Pfarrer Uli Kampe und von Pfarrerin Martina Buck.

Gedacht sind die Pakete für die, die nicht einkaufen können oder dürfen, also für alle, die zu den Risikogruppen gehören, weil sie entweder alt sind oder vorerkrankt oder in Quarantäne sind.

Bei Bedarf kann man sich auch für nächste Woche bei der Gemeinde melden: Telefon 089 / 315 613 44

Eine Bitte: Sprechen Sie doch vor allem die Älteren unter den Nachbarn an oder im Bekanntenkreis, ob sie nicht zum eigenen Schutz und zum Schutz der anderen auch ein Hilfspaket bestellen möchten!

Liebe Gemeindemitglieder, 

das gesellschaftliche Leben und auch unser Gemeindeleben ist heruntergefahren, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen.
Uns schmerzt besonders, dass wir nicht gemeinsam Gottesdienst feiern können, auch nicht in der Kar- und Osterwoche. Jetzt müssen wir andere Wege finden, um von Gott Trost und Kraft zu bekommen und um den Sieg des Lebens über den Tod am Ostermorgen zu feiern:

Unsere Kirche ist geöffnet zum Atemholen, zünden Sie eine Kerze an, zu den Sonntagen finden Sie auch die „Gedanken für den Sonntag“ ausliegen.
Sie finden diese auch hier auf unserer Homepage, dazu auch Links zu Gottesdiensten online.

Für die Kar- und Osterwoche lassen wir uns gerade etwas einfallen, schauen Sie einfach wieder auf unsere Homepage!

Wir sind alle eingeladen zum Gebet für andere und für uns selbst, das Mittagsläuten um 12 Uhr, das Abendläuten um 20 Uhr oder das Läuten zur normalen Gottesdienstzeit sonntags um 10.15 Uhr laden besonders dazu ein. Als Kirche des Wortes können wir uns auch neu besinnen auf die Kraft der Bibel: Schauen Sie doch, wo zu Hause eine Bibel steht, blättern Sie mal oder lesen Sie die Bibel online.

Vor allem sind wir aufgerufen, solidarisch zu sein mit denen, die Hilfe benötigen, die verunsichert sind oder einsam.

Achten Sie auf die Menschen in Ihrer Nachbarschaft, bieten Sie Hilfe an, wo es geht oder geben uns im Pfarramt Bescheid. Rufen Sie vor allem auch bei uns an, wenn Sie selbst Hilfe brauchen für den Einkauf zum Beispiel oder wenn Sie einfach jemanden zum Reden brauchen.
Bleiben wir gerade auch in der Krise miteinander verbunden!

Martina Buck        Eszter Huszar-Kalit        
Pfarrerin               Vikarin

Ulrike Artmeier-Brand    Nicol Möllenhoff
Vertrauensleute des Kirchenvorstandes

Kirche mit Altar und Kerzen
Bildrechte: Peter Buck

In diesen unruhigen Zeiten ist unsere Kirche tagsüber geöffnet und lädt ein zum persönlichen Gebet und zur Fürbitte oder einfach zum Atemholen. 

Wenn Sie möchten, zünden Sie ein Teelicht an und stellen es auf unseren Kerzenleuchter hinter dem Taufstein.

Sie finden auf dem Tisch hinten in der Kirche ein Faltblatt mit dem Lesungstext des Sonntags, mit dem Predigttext und einem Gebetsvorschlag. Sie können dieses Faltblatt gerne mit nach Hause nehmen.

Lassen wir uns gerade jetzt an ein Wort des Apostels Paulus erinnern: